Arbeitswelt

Warum Selbstdisziplin?

Selbstdisziplin Image by Fernando Zamora from Pixabay

Antwort: Weil Sie ohne Selbstdisziplin Ihr Leben ruinieren werden.

Musiker Begründung: Ohne (ein Mindest­maß an) Selbst­disziplin werden Sie in Ihrem Leben nichts errei­chen!
Es ist ein Trugschluß zu glauben man könne allein durch Talent, Aussehen, Verbindungen oder Glück ein glückliches oder erfolgreiches Leben haben. Gerade besonders erfolgreiche Menschen, die nach außen hin einen ent­spann­ten und lässigen Lebensstil zelebrieren, sind oft die diszipliniertesten Arbeiter an ihrer eigenen Karriere. Weltweit bekannte Künstler, Sportler, Wissenschaftler oder Wirtschaftsbosse sind berüchtigt dafür, daß sie im Hintergrund extrem hart und diszipiniert arbeiten.
Ein gutes Beispiel ist Niki Lauda, der dreifache Formel 1 Weltmeister: Er hat mit unübertroffener no-nonsense Disziplin seine Rennen vorbereitet anstatt, wie manche seiner Fahrerkollegen, ein High-Society Leben zu führen. So hat er mit unendlicher Geduld und Hartnäckigkeit seine Rennwägen in Testfahrten tagelang abgestimmt und optimiert - und dabei nicht selten seine Mechaniker zur Verzweiflung getrieben.

Lauda at 1982 Dutch Grand Prix Mein Rat: Lernen Sie Selbst­disziplin - wenn möglich (mit der Unter­stützung Ihrer Eltern) schon in Ihrer Kindheit. Selbst­disziplin hat absolut nichts mit unsinnigem Kadavergehorsam zu tun. Selbst­disziplin ist die Fähig­keit, den inneren Schweine­hund zu über­winden, und das zu tun, was man selbst für notwendig ansieht.
Man weiß aus der Biographie vieler erfolgreicher Menschen, daß jede Tätigkeit - egal ob im künstlerischen, sportlichen, wissen­schaftlichen oder wirtschaft­lichen Bereich - Übung erfordert. Egal, was es ist, man muß es ca. 10.000 Mal tun, bevor man es perfekt beherrscht. Und das geht eben nur mit Selbstdisziplin.

Was ist ein "Burnout"?

Burnout Image by Gerd Altmann from Pixabay

Antwort: Burnout ist ein Zustand des körper­lichen, seelischen und geistigen „Ausge­brannt­seins“. Ein Burnout entsteht, wenn Ihre beruf­liche oder private Belastung so zunimmt, daß Sie sich nicht mehr regenerieren können.

Burnout Image by Gerd Altmann from Pixabay Begründung: Man kann durch Dauer­stress, ständig wachsendes Arbeits­volumen oder als unerträg­lich empfundene beruf­liche oder private Belastungen und Kränkungen ein Burnout-syndrom entwickeln. Nicht selten gilt dabei der Burnout als persönliches Problem, das man durch entsprechende psychologische Maßnahmen und Übungen behandeln sollte. Dem Betroffenen wird geraten sich helfen zu lassen - so als ob der Burnout ausschließlich seine eigene Schuld wäre.
Es ist aber oft die schlechte Organisation unserer Arbeitswelt, die Burnouts geradezu provoziert. Denn es gibt viele unnötige Be­lastun­gen, wie z.B.:
1. Ständiger Zeitdruck
2. Ständig wachsendes Arbeitsvolumen (wegen unterlassener Personal-Aufstockung)
3. Vorgesetzte, die nicht motivieren können, sondern drohen
4. Vorgesetzte, die aus eigener Unfähigkeit absurde Anforderungen stellen, die sich nicht erfüllen lassen
5. Schlechte Arbeitsplanung mit unregel­mäßigem Arbeitsanfall
6. Unzureichende technische Ausrüstung (z.B. leistungsschwache Laptops, statt ordentlicher PCs)
7. Unklare, schlecht dokumentierte Arbeits­abläufe (jeder macht es anders)
8. Laufend auftretende Krisen (z.B. durch fehler­anfällige Arbeits-Software, crashende Server)
9. Laute Großraum-Büros ohne fehlende Rück­zugsmöglichkeit für konzentriertes Arbeiten
10. Schlechtes Arbeitsklima durch unhöfliche, aggressive oder dauernd lästernde Kollegen
11. Sexuelle Belästigungen und Übergriffe
12. Soziales oder sexuelles "Stalking"

Burnout
Image by Gerd Altmann from Pixabay
Mein Rat: Als erstes sollten Sie sich nüch­tern fragen, ob Ihr Burnout durch eigenes Fehlverhalten entstan­den ist, oder schlicht eine Folge unsinniger Arbeits­bedingungen. Im ersten Fall sollten Sie professionelle Hilfe suchen. Es gibt unzählige Beratungsstellen und Hilfsangebote. Im zweiten Fall müssen Sie Ihre Arbeitssituation ändern. Dazu gibt es folgende Möglichkeiten:
1. Zunächst sollten Sie mit ihrem Chef sprechen - und zwar in aller Deutlichkeit. Viele Arbeit­nehmer schlucken aus Angst vor Ent­lassung jede Kritik an ihrem Arbeit­geber herunter - solange, bis sie davon krank werden. Ein offenes Wort ist vielleicht unangenehm - aber ständig den Ärger zu unterdrücken ist gesundheitsschädlich.
2. Wenn ein Gespräch mit ihrem Chef nichts hilft sollten sie sich direkt an die Personalabteilung ihres Arbeitgebers wenden. Dort gibt es meist Beauftragte für Beschwerden aller Art.
3. Sollte auch das nichts bewirken, kontaktieren sie Ihre Gewerkschaft oder eine andere staat­liche Beratungsstelle.
4. Wenn alles nichts hilft müssen Sie kündigen. Gesundheit geht vor! Stellen Sie es aber klug an! Suchen Sie sich erst einen Job und kündigen sie erst wenn sie eine Zusage für diesen haben. Überlegen Sie auch, ob eine Selbständigkeit für Sie nicht infrage käme. Dabei haben Sie mit absoluter Sicherheit noch mehr Arbeit und Stress - aber die sind dann selbstgewählt (und damit wesentlich leichter zu ertragen).