Sinnfragen

Was ist der Sinn des Lebens?

Leben

Antwort: Die Frage nach dem Sinn des Lebens kann nur jeder für sich selbst beantworten.
Für mich besteht der Sinn des Lebens darin, das Leben zu leben - und zwar in all seinen Aspekten, Möglichkeiten, Heraus­forderungen und Erfahrungen. Es geht darum die Möglichkeiten auszuschöpfen, die man durch seine biologische und soziale Herkunft, sein Talent, durch Fleiß und Disziplin und durch die Möglich­keiten seiner Gesellschaft eröffnet bekommt. Das Leben zu bewältigen und, wenn möglich, zu genießen - das ist der Sinn des Lebens.
"Der Zweck des Lebens ist das Leben selbst", schrieb einst Johann Wolfgang von Goethe. Dem ist nichts hinzuzufürgen.

Begründung: Die Zeit allgemein-gültiger Sinn­deutungen ist vorbei. Immer weniger Menschen (in modernen Gesellschaften) glauben, daß Religionen, politische Ideologien, oder andere sinn­stiftende Systeme den Menschen einen Weg aus existenzieller Angst und Unsicherheit vorzeichnen können.
Das bedeutet aber nicht, daß es keine Religionen, Ideologien oder andere Deutungs­systeme mehr gibt: Sie werden nur nicht mehr allgemein anerkannt. Jede Gruppe von Menschen, und im Endeffekt jeder einzelne, benutzt ein eigenes Deutungssystem.

Gibt es ein Leben nach dem Tod?

Tod

Antwort: Ja - aber nicht als Individuum.
Der Tod verwandelt einen lebenden Menschen in unbelebtes, biologisches Material. Fur uns als einzigartiges Lebewesen - mit der ganzen Geschichte unserer Lebenserfahrung - ist der Tod das Ende.

Begründung: Wir können nur auf zwei Arten nach unserem Tode "weiterleben":
1. Durch unsere Kinder: Sie tragen von jedem Elternteil jeweils 50 Prozent der Gene in sich. So können wir auch biologisch weiterleben. Durch unsere Kinder setzen wir die lange Kette der Evolution fort.
2. Durch Erfindungen, Erkenntnisse, Theorien, oder (physische, künstlerische) Werke, die wir im Laufe unseres Lebens geschaffen haben. Michelangelo, zum Beispiel, "lebt noch heute" in seinen Gemälden, Kirchenbauten und Statuen; Einstein "lebt" in seiner Relativitätstheorie und ohne Zweifel hat auch Mozart im Bewußtsein vieler musikalischer Menschen überlebt. Herausragende Menschen können so viele Jahrzehnte, Jahrhunderte oder gar Jahr­tausende in der (wissenschaftlichen, künst­lerischen, sozialen) Erinnerung nachkommender Generationen weiterleben.
Die meisten Menschen leben zumindest in der Erinnerung ihrer Angehörigen - jedenfalls solange die sich noch erinnern.

Warum gibt es Leben?

Universum

Antwort: Leben ist vermutlich eine zufällige Form der Selbstorganisation von bestimmten organischen Materialien (Aminosäuren), die sich durch eine lange Evolution bis zum Menschen entwickelt haben. Ich glaube es gibt keinen Grund, sondern nur Zufall.

Begründung: Es besteht für mich kein Zweifel, daß sich alle Pflanzen und Tiere, und letztlich auch der Mensch, über Jahrmillionen aus primitiven Einzellern entwickelt haben. Diese einfachsten Formen des Lebens sind vermutlich - durch besondere Umweltbedingungen begünstigt - zufällig entstanden.
Es ist nicht ausgeschlossen, oder sogar wahrscheinlich, daß auch auf anderen Planeten im Universum Leben entstanden ist. Ob es sich auch zu höheren, oder gar menschenähnlichen Formen entwickelt hat, kann man nicht sagen.

Was ist Glück?

Glück

Antwort: Das größte Glück ist, wenn man mit sich zufrieden ist.

Begründung: Glücksgefühl stellt sich ein, wenn man etwas gegen Widerstände erreicht; wenn man (unverhofft) etwas erlebt, was einen mit Befriedigung, Stolz oder Erleichterung erfüllt.
Ich, zum Beispiel, habe das größte Glücksgefühl verspürt, als meine Tochter (gesund) geboren wurde. Ziemlich glücklich war ich auch, als ich mein Studium abschließen konnte oder meinen ersten guten Job gefunden hatte.
Glück Glück hat nichts mit Reichtum, Ruhm oder Macht zu tun. Man kann auch als armer, unbedeutender oder machtloser Mensch glücklich sein. Allerdings ist das oft sehr schwer. Ein gewisser Wohlstand, Anerkennung durch andere Menschen oder auch die Fähigkeit und Möglichkeit Dinge durchzusetzten erleichtern es gehörig glücklich zu sein.

Soll man sein Leben genießen?

glücklich

Antwort: Warum nicht? Eine hedonistische Lebenseinstellung ist genauso gut oder schlecht wie jede andere. Der Einzelne muß entscheiden, ob er Vergnügungen der verschiedensten Art hin und wieder genießt, regelmäßig sucht oder sogar zu seinem Lebensinhalt macht.

Begründung: Es hat immer Menschen gegeben, die dem Streben nach Vergnügen einen hohen Stellenwert in ihrem Leben gegeben haben. Mit wachsendem Wohlstand und zunehmender Entlastung von Arbeit durch Automation und Digitalisierung, werden in Zukunft sogar noch mehr Menschen Vergnügen zum Lebensinhalt machen.
Genuss Allerdings kann Lust auch zur Last werden. Wer zum Sklaven seiner Vergnügungen wird, beraubt sich selbst der Freiheit andere Aspekte des Lebens kennen zu lernen. Adrenalin-Junkies, Sex-Besessene, Workoholics, Spielsüchtige, Säufer, Drogensüchtige, Body-Modifizierer, Fress- und Konsum-Süchtige und viele andere Formen des Suchtverhaltens geben Zeugnis von der Vielfalt menschlicher Vergnügungen, die zu schweren psychischen und körperlichen Belastungen und Schäden führen können.

Soll man Kinder haben?

Kinder

Antwort: Ja - natürlich !

Begründung: Durch Kinder nehmen wir Teil an der biologischen Evolution des Menschen - und damit an der Erhaltung und Weiterverbreitung der am höchsten entwickelten Lebensform unseres Planeten. Durch Kinder beteiligen wir uns an einem natürlichen Prozess der vor Millionen von Jahren begann und unsere Erde grundlegend verändert. Zeugung, Schwangerschaft und die Pflege und Erziehung von Kindern sind ein fundamentales Menschenrecht - und für viele, das größte Glück im Leben.
Kinder Selbstverständlich kann man aber auch ohne Kinder ein erfülltes Leben führen. Man kann sich an der geistigen Entwicklung der Menschheit beteiligen indem man Kinder anderer Leute erzieht und ausbildet, oder indem man zur Entwicklung von Wissenschaft, Technik oder Kunst beiträgt. Man kann sich als Pfleger, Arzt oder Seelsorger ganz in den Dienst an anderen Menschen stellen und auf Familie verzichten. Einige Menschen glauben heutzutage auch, sie müßten auf Kinder verzichten, um der (nicht-menschlichen) Natur zu helfen im Gleichgewicht zu bleiben. Oder man kann freiwillig kinderlos bleiben um einfach sein eigenes Leben ungehindert in vollen Zügen genießen zu können. Man darf auch nicht vergessen, daß viele Menschen einen bestehenden Kinderwunsch - trotz moderner Fertilitätstechniken - nicht erfüllen können. Gott Für mich sind Kinder ein grundlegender Teil des menschlichen Lebens. Sie sind ein Geschenk der Natur und es ist unsere nobelste Verpflichtung sie von der Zeugung bis ins Erwachsenenalter zu schützen, zu betreuen und sie bestmöglich zu versorgen und zu fördern.

Gibt es Gott?

Gott

Antwort: Keine Ahnung.

Begründung: Die Frage nach Gott ist wohl eine der ältesten aller Fragen - natürlich abgesehen von der Frage: "Wann gibt's was zu essen?".
Gott Schon immer haben sich die Menschen den Kopf darüber zerbrochen, wo alles herkommt oder warum wir überhaupt existieren. Die ältesten Erklärungen haben Bilder benutzt, wie z.B. das von einer "Schildkröte" die auf ihrem Rücken die Welt trägt. Spätere Erklärungen haben behauptet, alles sei entstanden, weil einer gesagt hätte "es werde Licht". Die neuesten Erklärungen erzählen irgend etwas von einem "Urknall" - ohne allerdings erklären zu können warum es geknallt hat.
Natürlich sind manche dieser Erklärungen ausgefeilter als andere. Die neuesten Erklärungen benutzten z.B. höhere Mathematik - die dann übrigens kaum noch jemand versteht.
Gott Meine eigene Auffassung zur Frage nach dem Ursprung von ALLEM (das man dann auch Gott nennen könnte) ist folgende: Ich denke, es ist müssig die Frage zu stellen. Es gibt so viele andere interessante Fragen, die wir vielleicht klären können. Warum sollen wir unsere Zeit für einer Frage verwenden, die seit dem Anbeginn der denkenden Menschheit noch nie unwidersprochen beantwortet wurde?