Wirtschaft & Wohlstand

Wie funktioniert Wirtschaft? - Wirtschaftssysteme

Wirtschafts-Systeme

Antwort: Es gibt vier grundlegend verschiedene Wirtschaftssysteme.

1. Staatlich weitgehend geplante und kontrollierte Wirtschaftssysteme. Beispiele: Frühere UDSSR, DDR, China zur Zeit von Mao, Cuba unter Castro.

2. Marktwirtschaften mit Privateigentum an Produktionsmitteln, aber moderater staatlicher Regulierung. Beispiele: Europäische Länder mit sozialer Marktwirtschaft, Kanada.

3. Durch Oligarchen, Großgrundbesitzer, Diktatoren oder kriminelle Organisationen dominierte Wirtschaftssysteme. Beispiele: Rußland, Argentinien, Montenegro, Süditalien, Uganda unter Idi Amin, Venezuela.

4. Rein kapitalistische Systeme - dominiert durch individuelle Unternehmer mit minimaler staatlicher Regulierung. Beispiel: USA

Natürlich sind die meisten realen Wirtschaftsysteme Mischformen dieser vier Grundtypen. Das heutige China, beispielsweise, ist eine Form von Staatskapitalismus, bei dem sowohl private Unternehmer, als auch staatlich kontrollierte und subventionierte Konglomerate konkurrieren.
Außerdem gibt es Wirtschaftssysteme, die besondere nationale oder kulturelle Ausprägungen aufweisen, wie zum Beispiel die Wirtschaft Deutschlands, die durch einen hohen Anteil kleiner Familien-Betriebe mit hoher Exportorientierung charakterisiert ist.

Erläuterung: Wirtschaftssysteme geben den Rahmen vor für wirtschaftliche Tätigkeit. Sie bestimmen letztlich, welche Art von Wirtschaft überhaupt möglich ist.

In zentralistischen Kommando-Wirtschaften setzen politische Kader üblicherweise die Produktionsziele fest, die dann von verstaatlichten Betrieben erfüllt werden müssen. Planerfüllung ist das Kredo dieser zur Stagnation und Ineffizienz neigenden Wirtschaftsform.

Demgegenüber stehen Marktwirtschaften mit mehr oder weniger staatlicher Regulierung, die einzelnen Unternehmern zwar die Freiheit zur wirtschaftlichen Innovation und Profitmaximierung geben, aber soziale und ordnungspolitische Grenzen setzten. Ein geordneter und sozial verträglicher Kapitalismus ist das Ziel dieser Wirtschaftssysteme. Durch überbordende Verordnungen, Bewilligungsverfahren oder sozialpolitische Belastungen neigen sie jedoch oft zur Schwerfälligkeit und bürokratischen Verkrustung.

Oligarchien, mafiöse Wirtschaftsstrukturen, patriarchalischen Agrarwirtschaften, oder die Öl- und Rohstoffdiktaturen Afrikas und Lateinamerikas sind chaotische Wirtschaftsformen, die in erster Linie der Bereicherung von Einzelpersonen, Clans oder kriminellen Gruppen dienen. Rechtlosigkeit, Willkür und die völlige Mißachtung des Gemeinwohls sind ihre Kennzeichen.

Rein kapitalistische Systeme geben privaten Unternehmern freie Hand mit der Annahme, daß das Spiel der wirtschaftlichen Kräfte auf dem freien Markt automatisch die optimale Verteilung von Gütern und Dienstleistungen bewirkt und zu einer Maximierung des Wohlstands führt. Staatliche Interventionen und soziale Verpflichtungen von Unternehmern sollen minimiert werden. Während solche Wirtschaftsysteme oft sehr flexibel und innovativ arbeiten führen sie meist zu extremen sozialen Härten bei weniger gebildeten oder weniger leistungsfähigen Schichten der Bevölkerung.

Wie wird man reich?

Reichtum

Antwort: Es gibt im Wesentlichen vier grund­legende Möglichkeiten richtig reich zu werden:

1. Reich erben: Nichts verschafft einem leichter großen Reichtum, als in eine reiche Familie hinein­geboren (oder adoptiert) zu werden. Wirklicher Reichtum wird in der Regel vererbt. Man denke nur an die diversen Königshäuser, industrielle Familien-Dynastien oder adelige Groß­grundbesitzer. Zwei Drittel aller Hoch­ver­mögen­den in Deutschland (mit einem frei ver­füg­baren Geld­vermögen von über 1 Million Euro) haben ihren Reichtum durch Vererbung oder Schenkung erworben. Insbesondere sehr wohl­habende Frauen, die eine höhere durch­schnitt­liche Lebens­erwartung haben als Männer, haben ihr Vermögen sehr oft ererbt. Als Nachteil ererbten Reichtums wird oft angeführt, daß der Glückliche sich nicht selten mit Miterben um sein Vermögen streiten muß. Auch empfinden manche reiche Erben ihre Erbschaft mehr als Bürde und Ver­pflichtung, denn als Gewinn - ein Luxus­problem, das vermut­lich kaum Mitleid auslösen wird.

2. Reich heiraten: So mancher, oder manche, träumt davon, sich einen reichen Ehepartner angeln zu können. Nur leider funktioniert das äußerst selten. In der Regel gilt: "Reich heiratet Reich, Arm heiratet Arm". Aus Funk und Fern­sehen bekannte Aus­nahmen bestätigen nur die Regel. Trotzdem träumen viele junge Mäd­chen von einem wohl­habenden Märchen­prinz, Stock Broker oder IT Entrepreneur. Leider entpuppt sich der reiche Traummann dann nicht selten als frei wildernder Playboy, überdrehter Workoholic oder nerviger Programmierer-Nerd, mit dem der Reich­tum auch keinen Spaß macht. Gigolos, die sich an alleinstehende oder verwitwete Millionär­innen heranmachen müssen in der Regel ihren "Gewinn" mit gewissen Abstrichen in der Alters­kompa­bili­tät bezahlen.

3. Firma gründen: Wirklich großes Vermögen erwirbt man in der Regel nicht als Arbeiter, An­ge­stell­ter oder Beamter, ganz egal wie man sich abrackert, sondern als Unternehmer oder Selbständiger. Das Dumme dabei ist nur, um als Unter­nehmer Erfolg zu haben brauchen Sie eine zündende Idee oder tech­nologi­sche Innovation, enorme Ausdauer, fast über­menschlichen Arbeits­eifer und weit über­durch­schnitt­liche Risiko­bereit­schaft. Wer glaubt mit einem Startup schnell Geld zu verdienen und die Arbeit an andere abgeben zu können, ist ein naiver Träumer. Erfolgreiche Unternehmer sind in der Regel Workoholics, die weit mehr arbeiten als der durch­schnitt­liche Arbeitnehmer. Und außerdem braucht man auch noch unwahr­schein­liches Glück, Marketing-Talent und Start­kapital. Die Geschichte vom Teenager, der in einer Garage ein Welt­unter­nehmen gestartet hat, ist fast immer genau das - eine "Geschichte" (für die Image Kampagne).

4. Berühmt werden: Einige ganz wenige Menschen werden auch reich, weil sie außergewöhnliche wissen­schaft­liche oder künstler­ische Leistungen voll­bracht haben. Es gibt auch Politiker die es an die Spitze von Staa­ten ge­schafft haben und dann durch ihr Amt Milliar­den­vermögen anhäufen konnten. Der in jungen Jahren eher unbedeutende Geheim­dienst­mit­arbei­ter Wladimir Putin soll - seit er Präsident Rußlands ist - ein Vermögen von 200 Milliarden Dollar angehäuft haben.
Schauspieler können eine Menge "Kohle" machen: Jerry Seinfeld soll 820 Millionen $ be­sitzen, Shahrukh Khan, ein hierzulande weit­gehend unbe­kannter indischer Bollywood Schau­spieler, soll sich ein Vermögen von 600 Millionen $ erspielt haben und der liebe Tom Cruise soll es, dem Vernehmen nach, auf noch immerhin 480 Millionen $ bringen.
Drogen
By Original work: Jeff Koons Depiction: Achim Hepp - https://secure.flickr.com/photos/achimh/3050025855/,
CC BY-SA 2.0, Link
Auch wer Bilder malt oder Figuren aus buntem Chrom bastelt kann es zu beacht­lichem Ver­mögen bringen: Gerhard Richter, Georg Baselitz, Jeff Koons oder Damien Hirst haben seit Jahr­zehnten Spitzenplätze in den Rankings be­deu­tender Künstler. Hirsts Vermögen wird von der Sunday Times auf 215 Millio­nen Pfund geschätzt; Gerhard Richter soll sogar ein Vermögen von 550 Millio­nen Euro besitzen.

Lassen Sie sich nichts vormachen! Ihre Chancen wirklich reich zu werden sind in etwa genauso groß, wie bei den Euromillionen den Jackpot zu gewinnen - nämlich 1 zu 139.838.160. Sie müssen also schon verdammtes Glück haben.


Wie bleibt man arm?

Armut

Antwort: Niemand weiß genau, wie man reich wird (wenn man es nicht schon ist). Aber es gibt einiges, wodurch man sicher arm bleibt!

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1. Süchte: Es gibt nur weniges, was einen mit größerer Sicherheit in den Ruin treibt, als eine Sucht. Jeder kennt bedauerliche Menschen, die durch Spielsucht oder Wettleidenschaft in den Ruin getrieben wurden. "Der Spieler" ist ein beliebtes Motiv in der Weltliteratur - ebenso wie "der Säufer". Die Alkoholsucht zerstört einen Menschen nicht nur körperlich - sie ruiniert ihn auch wirtschaftlich. Sucht macht arm - das gilt auch für suchtartiges Zocken an der Börse. Der Gewinn von heute ist in der Regel der Verlust von morgen. Nur die Allerwenigsten haben das Know-how und die Nerven an der Börse reich zu werden. Die meisten machen irgendwann bankrott.
Rauchen
Noch dümmer sind jedoch Raucher, die trotz jahrzehntelanger Aufklärung immer noch nicht kapieren, daß sie nicht nur ihre Gesundheit ruinieren, sondern auch noch Unmengen Geld dafür ausgeben. Der Durchschnittsraucher läßt während seines Raucherlebens schon mal schlappe 110.000 Euros oder mehr in Rauch aufgehen - ein kleines Vermögen.
Am schlimmsten erwischt es in der Regel aber die Konsumenten harter Drogen, wie Heroin, Crack, oder Cocain. Die Sucht ruiniert meist nicht nur ihren Körper, sondern auch ihren Verstand, ihr Urteilsvermögen und ihre wirtschaftliche Existenz. Am Ende merken sie nicht einmal mehr wie tief sie gefallen sind, weil sie sich ständig in künstliche Euphorie versetzen.

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2. Bequemlichkeit: Viele Menschen verprassen aus Bequemlichkeit eine Menge Geld. Man muß nicht ständig auswärts essen gehen - und schon gar nicht in irgendein Fastfood Restaurant oder Döner-Bude. Selbst das billigste Fastfood-Menü kostet wesentlich mehr als ein einfaches Essen, das man sich selbst zuhause zubereitet. Für den Preis eines durchschnittlichen Mac-Menüs kann man ohne Problem eine ganze Familie mit Selbstgekochtem versorgen, wenn man sich ein bisschen informiert und Mühe macht. Es gibt Hunderte verschiedene Gerichte, die man für unter 5 Euro pro Portion selbst kochen kann.
Man muß auch nicht immer Taxi fahren (außer wenn es aus Sicherheitsgründen sinnvoll ist) - U-Bahn, Bus oder Tram tun es auch. Wer "Öffis" nicht mag, kann sich zumindest ein Uber nehmen oder ein Taxi teilen.
Natürlich ist es bequemer auch privat Business-Class zu fliegen - besonders auf Langstrecken. Aber man sollte wirklich abwägen ob sie ihr Geld auch wert sind.
Junge Leute finden es oft "hip", wenn sie sich Essen ins Haus liefern lassen. Das kostet aber nicht nur wesentlich mehr als selber zu kochen, sondern dauert meist auch viel länger. Mit ein bisschen Hirn kann man exzellentes Essen für mehrere Tage vorkochen, einfrieren und bei Hunger innerhalb von Minuten im Mikrowellenherd aufwärmen. Wenn man kochen kann, ist das aufgewärmte Essen immer noch zehnmal besser, als die fett-triefende, lauwarme Pizza, die man in der Regel vom Food-Dienst bekommt.

Drogen
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3. Überteuerte Waren: Wirklich reiche Menschen (wie z.B. Warren Buffet oder Bill Gates) kleiden sich im Alltag meist einfach und unscheinbar. Nur Show-Leute, Halb-Reiche und Angeber rennen in sündteuren Designer-Klamotten herum. Ganz lächerlich ist es aber, wenn "Lieschen Müller" glaubt in haute couture Fummeln und Roger Vivier Stilettos (für 1.550 Euro) herumstolzieren zu müssen. Wer ständig modische Kleidung, teures Make-up oder edlen Schmuck kauft verprasst in der Regel einen Großteil seines Normal-Einkommens.
Auch Wellness-Urlaube, Luxusuhren oder absurd teure Frisuren müssen nicht sein. Wer sein Geld zusammenhalten will gönnt sich derartigen Luxuskonsum nur selten. Enorm viel Geld wird auch mit unnötigen "Gadgets" zum Fenster hinausgeworfen: Man sollte sich fragen, ob man das neueste i-Phone oder Tablet wirklich braucht - oder ob es das viel billigere Vorjahrsmodell nicht auch tut.

4. Verschwendung: Besonders unsinnig ist sinnlose Verschwendung, bei der man Geld für etwas ausgibt, was sogar einen geringeren Genuss- oder Gebrauchswert hat, als ein wesentlich billigeres Produkt. Mineralwasser ist so ein Beispiel. Die Leute schleppen das teure Wasser mühsam vom Supermarkt in ihre Wohnung und müssen dann noch die geleerten Flaschen entsorgen - obwohl normales Leitungswasser genau denselben Genußwert hat (wenn man es mit CO2 aufsprudelt). Tatsächlich ist so manches Sprudelwasser nichts anderes als Leitungswasser.
Es ist auch nicht gerade sinnvoll, wenn Durchschnittsverdiener ihr hart verdientes Geld in teure Luxuskarossen versenken - die (wegen der Verkehrsdichte) seine Nutzer meist auch nicht schneller oder bequemer ans Ziel bringen als ein Durchschnittsauto. Wer sein Geld zusammenhalten möchte verzichtet auch auf vergleichsweise teure Kurzurlaube - besonders Städtereisen, wo die Hotels meist unverhältnismäßig teuer sind. Man kann auch für wenig Geld im eigenen Land einen herrlichen Urlaub machen - z.B. mit Urlaub am Bauernhof oder in einem günstigen Landhotel. Wer das einmal ausprobiert wird schnell merken, daß man auch Naherholungs-Urlaub mit weniger Fernreisestress machen kann.

Natürlich wird man durch Vernunft und sparsames Geldausgeben nicht reich - aber man bleibt wenigstens nicht arm.